Weiter gehts… nächsten Donnerstag!

Nachdem der erste Abend unserer Filmreihe mit der Aufführung von der Rarität „Es waren Zehn“ und dem informativen Vortrag von Dr. Heinrich Schwendemann sehr gut besucht war, hoffen wir, dass es so – oder ähnlich – weiter geht. Schon am kommenden Donnerstag, den 21. Januar, zeigen wir den nächsten Film: die Dokumentation „Warum Israel“ von Claude Lanzmann, die nicht nur ein sehr gelungenes politisches Essay über das Israel der 60/70er Jahre darstellt, sondern zugleich eine persönliche Liebeserklärung an das Land ist. Lanzmann, der vor allem durch seine dreiteilige Dokumentation „Shoa“ bekannt geworden ist, interviewte für „Warum Israel“ eine Menge unterschiedlichster Personen im jüdischen Staat, wie Polizist/innen, Neu Eingewanderte, Jüdisch-Arabische Israelis etc. Hierbei steht die Frage nach der Anormalität der gelebten Normalität des Staates mit der besonderen Geschichte im Vordergrund, womit gleichzeitig eine Annäherung an die jüdische Identität im Schatten von Auschwitz erfolgt.
Lanzmanns Dokumentation aus dem Jahr 1972 besticht durch ihre unprätentiöse Umsetzung: So verzichtet Lanzmann sowohl auf Kommentare als auch auf Voice-Overs, sondern arbeitet lediglich eine 195-minütige Montage aus 50 Stunden Filmmaterial heraus. Damit bietet er keine konkret artikulierte Positionierung, sondern lässt vielmehr – wie es auf der Leinwand heute kaum noch geschieht – die Zuschauer/innen selbst denken.

Beginn: 20 Uhr (s.t.) im Hörsaal 2006 des KGII der Universität Freiburg.

Wir freuen uns auf Euer Kommen!